Köln/München, im August 2026 – Die Universität zu Köln ist mit ihrem Lehrstuhl für Physikdidaktik als ideelles Mitglied dem Verband der Hersteller von Bevölkerungswarnsystemen e.V. (VHBW) beigetreten, um im interdisziplinären Verbund die gesellschaftliche Aufgabe der Bevölkerungswarnung durch gezielten Wissenstransfer und gemeinsame Forschungsprojekte zu stärken. Die Universität wird im Verband durch Professor Dr. André Bresges, Leiter des Instituts für Physikdidaktik, vertreten.
Eine erfolgreiche Bevölkerungswarnung basiert neben resilienten Warninfrastrukturen maßgeblich auf einer aufgeklärten, handlungssicheren Bevölkerung. Das Institut für Physikdidaktik der Universität zu Köln fokussiert sich in seinen Projekten daher gezielt auf den Bildungssektor. Ein aktuelles Beispiel ist das Projekt NEUSTART:Schule, das unter der Leitung von Professor Dr. André Bresges die Krisen- und Zukunftsresilienz von Schülern fördert.
„Mit NEUSTART:Schule schaffen wir einen Lernraum, in dem Schülerinnen und Schüler naturwissenschaftliche Zusammenhänge nicht nur theoretisch kennenlernen, sondern deren Bedeutung für das Funktionieren unserer Gesellschaft unmittelbar erfahren“, erklärt Projektkoordinator Professor Bresges. „Das Szenario eines großflächigen Stromausfalls eignet sich in besonderer Weise, um solche Zusammenhänge sichtbar zu machen. Es verbindet Fragen der Energieversorgung, Kommunikation und Technik mit gesellschaftlichen, politischen sowie ethischen Herausforderungen.“
Gemeinsam mit Akteuren aus Wissenschaft, Politik und Schule stellt sich auch der VHBW dieser gesamtgesellschaftlichen Verantwortung. Sirenen stellen das eindeutigste Warnmittel im öffentlichen Raum dar. Voraussetzung für die Wirksamkeit ist allerdings eine krisenfitte Bevölkerung, die Signale richtig deutet und adäquate Entscheidungen trifft.
„Resilienz umfasst sowohl die technische Infrastruktur, z.B. ein flächendeckendes Sirenennetz, als auch eine aufgeklärte Bevölkerung. Diese Aufklärung beginnt bereits in der Schule“, erläutert die VHBW-Vorstandsvorsitzende Anna Hörmann die Beweggründe für die Zusammenarbeit. „Wir sehen im engen Austausch zwischen Herstellern, Behörden und der Wissenschaft einen entscheidenden Hebel, um die Resilienz der Bürger nachhaltig zu stärken.“ Erste gemeinsame Forschungsprojekte und empirische Untersuchungen zwischen dem VHBW und dem Institut von Professor Bresges sind bereits in Planung.
